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Die Blüte des Lebens

„… Jetzt fühle ich mich wie in der Blüte meines Lebens, habe die Pubertät hinter mir und stehe mitten im Leben. Ich weiß genau, wo ich hin möchte oder bin gerade auf dem Weg dorthin. Vielleicht habe ich aber auch ein Stück dieses Weges schon hinter mir und kann stolz sagen, dass ich vom jungen Mädchen zu einer Frau gereift bin...“

Die besten Jahre einer Frau liegen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Die meisten Frauen definieren sich in diesen Jahren selbst und gehen ihren Weg. Man weiß, was man will und kennt sich selbst gut genug, um zu wissen, wie man sein Leben gestalten kann und möchte. 

In diesen Jahren gehört es zum Wichtigsten im Leben der Frau, eine Arbeit zu finden, die einen ausfüllt und zufrieden macht und eine Familie zu gründen, um sich ein glückliches soziales Umfeld zu schaffen. 

Natürlich gibt es auch in dieser Phase nicht nur glückliche Momente. Wie in jeder anderen Lebensphase auch, kann es Probleme und Sorgen geben, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Dank der körperlichen und seelischen Verfassung ist man diesen Situationen jedoch in den meisten Fällen gewachsen und geht gestärkt daraus hervor.

Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen

 

Gesetzliche Krebsvorsorge

  • Ab dem 20. Geburtstag, Blutdruck-Messung, Gewichtsbestimmung, Zellabstrich am Gebärmutterhals, Tastuntersuchung der Genitalorgane. 
  • Ab dem 30.Geburtstag zusätzlich Tastuntersuchung der Brust 
  • Ab dem 50. Geburtstag zusätzlich digitale Tastuntersuchung des Enddarms sowie Durchführung eines Tests auf okkultes („verstecktes“) Blut im Stuhl 
  • Ab dem 55. Geburtstag Darmspiegelung alle 10 Jahre, alternativ alle 2 Jahre den Test auf okkultes Blut im Stuhl 
  • Zwischen 50 und 69 Jahren alle 2 Jahre zur Mammographie im Rahmen des Mammographiescreenings (deutschlandweites Programm zur Früherkennung von Brustkrebs). Eine persönliche Einladung erhalten Sie automatisch von zentraler Stelle.

Individuelle Gesundheitsleistungen zur Vorsorge

Vaginale Ultraschalluntersuchung

Durch diese Untersuchung können oftmals nicht tastbare Veränderungen am inneren Genitale sowie freie Flüssigkeit im Bauchraum schon frühzeitig sichtbar gemacht werden. Gerade bei adipösen Bauchdecken kann eine sichere Beurteilung des kleinen Beckens oft nicht gewährleistet werden.

Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammasonographie)

bietet ergänzend zur Tastuntersuchung und Mammographie zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Brustkrebsfrüherkennung.

Immunologischer Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge

Test auf okkultes Blut im Stuhl auch vor dem 50. Lebensjahr. Durch diesen Test werden schon geringste Mengen von menschlichem Blut unabhängig von der Nahrung erfasst. 

Blasenkrebsfrüherkennungstest

mit einer Urinprobe, die in der Praxis abgegeben wird, kann innerhalb kürzester Zeit ein spezifisches Blasentumor-Antigen nachgewiesen werden 

HPV-Test

Suche nach Humanen Papillomaviren im Gebärmutterhalsabstrich, um vorhandene Veränderungen des Gebärmutterhalses und damit verbundene Risiken besonders frühzeitig zu erkennen

HPV-Impfung

vorbeugende Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Ausgelöst wird diese Erkrankung in den häufigsten Fällen durch Kontakt mit Humanen Papillomaviren (HPV). Die Übertragung erfolgt meist durch Geschlechtsverkehr.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Impfung für alle Mädchen zwischen dem 12. und 18. Geburtstag – einige Krankenkassen sogar bis zum 26. Geburtstag.

Dünnschichtzytologie („ThinPrep“)

verbessertes spezielles Abstrichverfahren im Rahmen des Krebsvorsorgeabstrichs, bei dem das Zellbild besser beurteilt werden kann und damit mehr Aussagekraft und Sicherheit bietet

Gynatrenimpfung

Anwendung bei wiederholten Scheideninfektionen durch Pilzbefall. Grundimmunisierung 3 Impfungen im Abstand von 2 Wochen danach jährliche Auffrischung

Individuelle Gesundheitsleistungen

  • im Rahmen der Antikonzeption (Verhütung):
    • Einlage, Entfernung und Kontrolle eines IUD (Spirale)
      • Kupferspirale
      • Hormonspirale (Mirena®)
  • 3-Monatsspritze
  • Impfungen, sofern sie nicht Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind
  • HIV-Test
  • Hormonanalysen
  • Individuelle Gesundheitsleistungen in der Schwangerschaft

Verhütung - Typberatung

Im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs können wir die optimale Verhütungsmethode herausfinden. 

Im Folgenden möchte ich einen Überblick über gängige Methoden geben. Dabei unterscheiden wir zwischen hormonellen, also über das Blut wirksamen Verhütungsmethoden und solchen, die lokal wirksam sind. 

Untersuchungen im Rahmen der Empfängnisreglung werden von den gesetzlichen Krankenkassen zweimal jährlich finanziert. Die empfängnisverhütenden Mittel selber müssen ab dem vollendeten 20. Lebensjahr privat bezahlt werden.

Systemische hormonelle Verhütungsmethoden

Antibabypille

Kombinationspräparat aus Östrogen und Gelbkörperhormon mit guter Zykluskontrolle und günstigem kosmetischem Effekt auf die Haut. Für Frauen jeden Alters ohne besondere Risikofaktoren geeignet.

Verhütungsring

Kunststoffring, der alle vier Wochen in die Scheide eingeführt wird und dort drei Wochen verbleibt. Wirkt wie eine niedrig dosierte Pille.

Verhütungspflaster

Pflaster, das einmal wöchentlich für insgesamt drei Wochen z.B. an den Oberarm oder ans Gesäß geklebt wird. Wirkt wie eine niedrig dosierte Pille.

Minipille – östrogenfreie Pille

Niedrig dosierte Gelbkörperhormonpille, die auch in der Stillzeit und bei Risikopatientinnen (z.B. bei Übergewicht, Bluthochdruck, Raucherinnen, Migränepatientinnen) geeignet ist. Keine Zykluskontrolle, oftmals sind die Frauen über lange Zeit blutungsfrei.

Verhütungsstäbchen

Wirkt wie die Minipille. Wird unter die Haut des Oberarms gelegt und kann dort drei Jahre verbleiben. Sehr hohe Verhütungssicherheit.

3-Monatsspritze

Wirkt ebenfalls wie die Minipille. Je nach Präparat wird das Gelbkörperhormon alle 12 bzw. 13 Wochen  in die Gesäßmuskulatur bzw. unter die Haut (subkutan) gespritzt.

Postkoitalpille („Pille danach“)

Notfallverhütungspille für die Anwendung bis zu 3 Tagen bzw. 5 Tagen je nach Präparat nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr

Lokale Verhütungsmethoden

Spirale = IUP (Intrauterinpessar)

Kupferspirale

Ein kleiner Kunsttoffträger mit Kupferummantelung wird während der Periode oder einige Wochen nach der Entbindung in die Gebärmutter eingelegt und kann dort je nach Präparat 3-5 Jahre liegen. Gute Verhütungssicherheit.

Intrauterinsystem (Hormonspirale)

Ein kleiner Kunststoffträger mit Gelbkörperhormon wird während der Periode oder einige Wochen nach der Entbindung in die Gebärmutter eingelegt und kann dort fünf Jahre verbleiben. Für alle Frauen geeignet, besonders für Frauen mit starker und schmerzhafter Periode. Sehr hohe Verhütungssicherheit. 

Mechanische Verhütungsmethoden

Kondom

Das Kondom wird über das männliche Glied gezogen, so dass der männliche Samen nicht in die Scheide gerät. Sehr hohe Verhütungssicherheit bei richtiger Anwendung und bester Schutz gegen AIDS.

Chirurgische Methoden 

Sterilisation

Sterilisation von Mann oder Frau kann eine sinnvolle Methode der Empfängnisverhütung sein, wenn man ganz sicher ist, keine Kinder (mehr) haben zu wollen.

Natürliche Verhütung 

Natürliche Familienplanung 

Die natürliche Familienplanung (NFP) ist heute bei vielen Frauen wieder beliebt, weil sie keinerlei Nebenwirkungen besitzt. Allerdings lässt die Sicherheit dieser Methode meist zu wünschen übrig, sie steigt allerdings, umso besser eine Frau ihren Körper und das Verfahren der NFP kennen lernt. Für einige Frauen können die verschiedenen Gerätschaften und spezialisierte Rechner und Kleincomputer, die die natürlichen Anzeichen der Fruchtbarkeit auswerten helfen, hilfreich sein.Die natürliche Familienplanung ist keine Verhütungsmethode – sie zeigt im besten Fall die unfruchtbaren Tage an, an denen ungeschützter Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft führen kann. An den fruchtbaren Tagen hingegen müssen Sie, wenn Sie Geschlechtsverkehr haben wollen, ein anderes Verhütungsmittel (Kondom o.ä.) einsetzen.